Histaminintoleranz und Fructoseintoleranz

Was ist Fructose?

Fructose ist ein Einfachzucker. Bei einer Fructoseintoleranz kann der Körper nur eine begrenzte Menge an Fructose im Darm aufnehmen. Dies wird durch das Transporter-Protein GLUT-5 (sitzt in der Dünndarmschleimhaut)  ausgelöst, da es in seiner Funktion eingeschränkt ist. Normalerweise gelangt die Fruktose in die Blutbahn, stattdessen gelangt sie in den Dickdarm und verursacht Beschwerden.

Wird die Grenze überschritten, kommt es zu unangenehmen Symptomen.

Eine Fructoseintoleranz bleibt oft wie eine Histaminintoleranz jahrelang unentdeckt und beeinträchtigt den Betroffenen im Alltag stark.

Symptome bei einer Fructoseintoleranz:

  • Blähbauch/Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Anhaltende Müdigkeit

Fructosehaltige Lebensmittel

  • Äpfel
  • Agavendicksaft
  • Birnen
  • Trauben
  • Honig
  • Paprika
  • Karotten
  • Mais
  • Obst- und Gemüsesäfte
  • In Fertig/Light/Diät-Produkten wird oftmals Fructose eingesetzt
  • Süßigkeiten

Obst und Gemüse mit wenig Fructose und Histamin:

  • Aprikosen
  • Beeren (Aroniabeeren, Blaubeeren, Brombeeren)
  • Kaktusfeigen
  • Pfirsich
  • Rhabarber
  • Sanddorn
  • Sellerie
  • Zucchini

Fructoseintoleranz alternative Süßungsmittel:

  • Erythrit
  • Birkenzucker
  • Reissirup
  • Stevia

Wie wird eine Fructoseintoleranz diagnostiziert?

Eine Fructose-Intoleranz kann über einen Wasserstoff-Atemtest erfolgen. Es wird eine festgelegte Menge Fructose zum Verzehr gegeben. Anschließend wird in der Atemluft die Wasserstoff-Konzentration gemessen. Dieser gibt Aufschluss über eine Fructoseintoleranz.

Wie wird eine Fructoseintoleranz behandelt?

Eine Fructoseintoleranz kann desto länger sie nicht erkannt wird, eine Dysbiose (Dünndarmfehlbesiedelung) im Darm  und weitere Intoleranzen und Unverträglichkeiten begünstigen. Auch eine Verstärkung der Symptome ist möglich. Das könnt ihr tun wenn eine Fructoseintoleranz vorliegt:

  1. Schritt: Ernährung Anfangs strikt anpassen bis Symptome abgeklungen sind (das kann Wochen bis Monate dauern). Anschließend langsam an individuelle Toleranzgrenze herantesten.
  2. Schritt: Darmsanierung vornehmen

    HINWEIS: Eine Darmsanierung kann im individuellen Kontext unterstützend eingesetzt werden. Dabei sollte sie persönlich betrachtet werden, da jeder Mensch unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse mitbringt. Pauschale Empfehlungen werden dieser Individualität in der Regel nicht gerecht. Deshalb biete ich individuelle Darm-Analyse-Coachings an, in denen wir deine persönliche Situation strukturiert, ganzheitlich und verantwortungsvoll betrachten.
  3. Schritt: basenüberschüssig ernähren. Eine übersäuerte Darmflora schädigt die Darmschleimhaut und die Bildung von dem Transporter-Protein GLUT-5 kann dadurch eingeschränkt sein.

💡 TIPP: Die Toleranzgrenze ist individuell. Finde diese für dich heraus, um dich nicht dauerhaft unnötig einzuschränken!

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